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14.04.2010

Liebe Schwestern und Brüder in unserer Dompfarrei St. Marien! Verehrte Besucherinnen und Besucher in unserm St. Marien-Dom! Verehrte Besucherinnen und Besucher unserer Internetseite!

Die Sonntagsmesse mit Erzbischof Werner am Sonntag „Laetare“ (14. März 2010) hat bundesweit ein starkes Echo gefunden. Auch aus dem Ausland kamen Anrufe. In der Meditation während der Kommunionausteilung sagte ich:

 „Hier in der Krypta des Sankt-Marien-Doms, die als Grablege für die Bischöfe dient, denken wir an den Heiligen Ansgar. Der Benediktiner-Missionar aus Corvey ist der erste Bischof von Hamburg. Hier gründete er ein Kloster. Die erste kleine Domkirche aus Holz war eine Taufkirche.
 
 Bald brannten die Wikinger alles nieder. Ansgar musste nach Bremen fliehen. Von einer Erfolgsbilanz Ansgars kann keine Rede sein. Aber genau das macht ihn uns heutigen Christen so wichtig: Dass wir trotz aller Misserfolge und Rückschläge unseren Glauben und unseren Lebensmut nicht verlieren.
 
 Deshalb lade ich Sie ein, eines seiner Gebete mit mir mitzusprechen, das uns in den so genannten „Pigmenta des Heiligen Ansgar“ überliefert ist.

 Halte uns ganz fest bei dir, Herr, und lass uns
 mit ganzer Kraft unsere Hoffnung auf dich rich-
 ten, damit wir würdig werden, dein Lob in den
 Pforten der Ewigkeit zu verkünden.

 Sende dein Heil für unsere Gebrechen,
 du starker Arzt für alle vergänglichen Wunden
 und Narben.

 Vor dir klagen wir in all unseren Tränen und
 Schmerzen, denn den Spott aller widrigen Laster
 Können wir nur überwinden durch dich.


 Stehe uns durch deine Kraft bei,
 dass unsere Klagen sich in einen Tanz verwan-
 deln, und dass wir den Lobpreis deiner Heilig-
 keit in aller Welt ausbreiten.

Mit Maria von Magdala (vgl. Johannes-Evangelium 20, 11-18) weiß der Hl. Ansgar um die Tränen und Schmerzen eines jeden von uns, in unserer Kirche heute wie auch in unserer Gesellschaft. Beide haben Erfahrung mit Klagen, die „sich in einen Tanz verwandeln“. Ohne Karfreitag kein Ostern! Das ist die Gewissheit dessen, der glaubt.


Ihnen ein gesegnetes, frohes Osterfest!

Ihr
Georg von Oppenkowski, Dompfarrer

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