22.12.2009
Liebe Gemeinde!
Verehrte Besucherinnen und Besucher in unserem St. Marien-Dom!


Glasfester in unseren Kirchen sind kostspielig. Ich denke, das waren sie immer schon. Nichtsdestotrotz: weil sie Kostbares in Licht und Farbe erstrahlen lassen wurden die Kosten für ihre künstlerische Fertigung immer geschultert.
Für die adventlich-weihnachtliche Zeit geben wir Ihnen gern ein Kostprobe im farbigen Gemeindebrief-Mantel: Geburt Christi – Johann C. Gsell, 1856. Glasfenster im Basler Münster. Sie sind herzlich eingeladen, in das Innere einzutreten, wo sich Erde und Himmel berühren – ja „im himmlischen Kind“
Ein Kind ist alles andere als harmlos. Es macht sich bemerkbar nach seinem eignen Zeitempfinden bei Tag und bei Nacht – ganz gleich, ob es der „Umwelt“ gerade passt oder ungelegen kommt. Es macht sich bemerkbar – kräftig und mit allen Leibeskräften – ganz gleich ob es die Umwelt „Kinderlärm“ nennt und mit Fluglärm gleichzusetzen sucht.
Die nächsten Angehörigen sind Erstbetroffene in Bethlehem
Maria – die Mutter zeigt gern wie jede Mutter auf ihr Kind. Dabei schaut sie aus dem Bild – auf mich, auf uns: „Was er euch sagt; das tut!“ (Joh2,5)
Josef – der Pflegevater – gibt sich erschlagen: das Kind wird ihm zum neuen Auftraggeber
Der Ochs – fast hörend dreinschauend – scheint einen Seitenwechsel hin zu Intelligenz zu vollziehen.
Und das Mit-Tier im Stall? Eher ein Hund – oder doch ein Esel mit hängenden Ohren? Was ist die Botschaft?
Treten wir durch die Tür des Advent in den Weihnachtskreis!
Ihr
Georg von Oppenkowski, Dompfarrer
Das beschriebene Glasfester ist auf der Druckausgabe des Gemeindebriefes zus sehen. (aus Copyright-Gründen hir nicht veröffentlicht)
Mit einem Krippenfoto aus unserem St. Marien-Dom wünschen wir ein frohes und gesegnetes Fest.